Alles rund um den Besuch bei der Frauenärztin (Gynäkologin)

Du kannst mit deiner Gynäkologin alle Fragen zu Verhütung, Sex, Vermeidung von sexuell übertragbaren Krankheiten, Schwangerschaft, Regelbeschwerden usw. besprechen.

    Es gibt auch speziell für Jugendliche Ambulanzen, wo Du ganz nach Deinen Bedürfnissen betreut und untersucht wirst - die „First Love Ambulanzen“. Oder vielleicht kann Dir eine Freundin oder auch Deine Mutter eine gute Ärztin empfehlen.

    Was passiert bei der Frauenärztin?
    Du kennst sicher den „berühmten Stuhl“ der FrauenärztInnen. Du setzt dich auf den Stuhl. Du legst die Unterschenkel in zwei dafür vorgesehene Vorrichtungen, so dass die Ärztin Dich dann untersuchen kann.
    Mit einem vorgewärmten, etwa zweifingerbreiten Einweg-Spekulum (siehe Bild: Einweg-Spekulum aus Plastik) fährt die Ärztin vorsichtig in Deine Vagina. Das tut aber nicht weh! So kann sie mit einem etwas längeren Stäbchen Proben des Scheidensekrets und einen Abstrich deines Gebärmutterhalses entnehmen. Anhand dieser Proben kann die Frauenärztin feststellen, ob alles in Ordnung ist.

    Um die Gebärmutter und die Eierstöcke abzutasten, zieht die Frauenärztin einen Handschuh über und fährt mit einem oder zwei Fingern in die Vagina. Die zweite Hand legt sie auf Deinen Bauch und tastet mit beiden Händen (einer innen und einer außen) die Eierstöcke ab. Auch das tut nicht weh!
    Einige Ärztinnen verwenden auch ein Ultraschallgerät, um die Gebärmutter und die Eierstöcke zu untersuchen.

    TIPP:

    • Wenn Dir das Entkleiden unangenehm ist, ziehe an diesem Tag einen weiten Rock an, den Du für die Dauer der Untersuchung einfach hochschieben kannst. Für die Untersuchung entblößt du nur den Unterkörper, du bist nie ganz nackt.

    HPV-Impfung
    Humane-Papilloma-Viren (HPV) sind weit verbreitete Viren, mit denen sich sowohl Jungs/Männer als auch Mädchen/Frauen infizieren können. Es gibt viele HPV-Typen. Diese können durch sexuelle Kontakte, aber auch durch einfache (Haut-)Kontakte übertragen werden. Einige davon gelten auch als Auslöser für Gebärmutterhalskrebs. Seit ein paar Jahren gibt es die Möglichkeit einer Impfung gegen einige HP-Viren. Der Impfstoff wird für Mädchen/Frauen und Jungs/Männer zw. 9 und 26 Jahren empfohlen. Die Impfung besteht aus zwei bzw. drei Teilimpfungen und ist vor allem vor dem ersten Geschlechtsverkehr (vor einer Ansteckung) wirksam. (Derzeit gibt es drei HPVImpfstoffe, die gegen 2, 4 oder 9 HPV-Typen schützen.)

    Die Impfung ist NICHT zur Behandlung von Gebärmutterhalskrebs oder dessen Vorstufen geeignet, sondern dient ausschließlich zur Vorbeugung!  
    Regelmäßige Untersuchungen bei FrauenärztInnen helfen Frühformen von Gebärmutterhalskrebs rechtzeitig zu entdecken!
    Für Kinder und Jugendliche werden die Kosten der Impfung (im Rahmen des „HPV-Kinderimpfprogramms) übernommen. Genauere Informationen bekommst Du bei Deiner Ärztin.
     
    ACHTUNG: 
    Ein guter Schutz ist ein Kondom! Nachdem HPV auch durch Hautkontakt übertragen werden kann, ist die Impfung wahrscheinlich der beste Schutz.

    Informationen zu den „First Love Ambulanzen“ findest du unter: https://oegf.at/firstlove/.