Corona-Krise und Freundschaft Teil II

Freundschaft in Zeiten von Corona können kompliziert sein.

    Freundschaften in Zeiten von Corona sind nicht leicht!

    Während der Corona-Ausgangssperre konntest Du Deine Freunde und Freundinnen nicht sehen, das war sicher nicht leicht. Zum Glück hat sich die Lage mittlerweile entspannt und Treffen mit Menschen außerhalb des eigenen Haushalts sind wieder erlaubt.
    Aber es ist leider noch immer nicht wie früher: Empfohlen wird nach wie vor vorsichtig zu bleiben und die Tatsache, dass der Corona-Virus noch nicht von der Welt ist, nicht zu ignorieren.

    Aber nicht jede Person hält sich leider an die empfohlene Vorsichtsmaßnahmen.
    So teilen sich vielleicht Deine FreundInnen in zwei Gruppen auf: die, die nach wie vor achtsam und vorsichtig sind und sich an die Regeln halten, und diejenige, die meinen, das Schlimmste sei vorüber und man könne so weiterleben wir davor.

    • Aber Du bist weiterhin besorgt um Deine Gesundheit und die Deiner Mitmenschen?
    • Wie gehst Du also mit Freunden um, die sich aus Deiner Sicht unvorsichtig verhalten?

    Freundschaft in Zeiten von Corona können kompliziert sein
    Corona hat unseren Alltag drastisch verändert. Wir befanden uns alle in einer zwar notwendigen aber auch gezwungenen Isolation. Plötzlich konnten wir wichtige Menschen nicht mehr treffen, keine Umarmungen von der besten Freundin oder vom besten Freund bekommen und mussten nun sehr viel Zeit mit uns selbst verbringen.
    Endlich nun kann man vielerorts FreundInnen und Verwandte wieder treffen. Nun aber muss jede/r selbst entscheiden, wie nah er/sie anderen kommt: Corona kann Freundschaften verändern!

    Denn nun kann die beste Freundin "bedrohlich" wirken, wenn sie z.B. Menschen umarmt und sich nicht an die Abstandsregeln hält. Du hast vielleicht daher Sorge, dass sie sich infizieren könnte. Vielleicht möchtest Du sie nach wie vor nicht umarmen, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren.

    Wird sie es verstehen? Oder wird sie enttäuscht oder gar verärgert sein? Was macht das mit Eurer Freundschaft?
    In dieser Hinsicht stellst Du Dir vielleicht noch weitere Fragen:

    • Sage ich Einladungen ab oder gehe ich noch hin?
    • Verabrede ich mich zum Kaffee oder lieber zum Telefonieren?
    • Stoße ich an meinem Geburtstag mit mir selbst an oder mit anderen?
    • Bestehe ich auf meine Freiheit oder schränke ich mich ein?
    • Werden wir jemals wieder unbesorgt zusammen sein?

    Tatsache ist auf jeden Fall, dass wir uns noch immer mitten in der Pandemie befinden, aber wir etwas mehr Spielraum haben. Wie wir mit der Freiheit persönlich umgehen, kann für Unverständnis sorgen: manche finden Dich zu streng in deiner Vorsicht, wieder andere finden Dich nicht vorsichtig genug…. Das kann Freundschaften reizen.

    Aber wichtig ist, dass Du Dich mit Deinen Gedanken und Sorgen ernst nimmst. Am besten sprichst Du mit Deinen FreundInnen über deine Ängste. Viele Menschen können das leider nicht, aber vielleicht magst Du ein Vorbild werden, in dem Du klar aussprichst was Du möchtest und was nicht. Es gehört viel Mut dazu, über seine Sorgen reden zu können, aber deine FreundInnen werden Dich sicher verstehen und Dich auf diesem Weg begleiten. Wichtig ist, dass Du nichts tust, was Du nicht möchtest!

    Krisenzeiten sorgen dafür, dass wir unsere Freundschaften – bewusst oder unbewusst – analysieren und überdenken. Wir entscheiden, an welchen wir festhalten und welche wir loslassen wollen. Manche werden vielleicht enden, andere werden langsam verblassen. Und manche blühen geradeauf.

    Wenn Dich das Thema aber sehr belastet und Du mit einer neutralen Person darüber sprechen möchtest, dann ruf uns an oder schreib uns.

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