Piercing und Flesh-Tunnel

Tattoos und Piercings gelten rechtlich als operativer Eingriff und sollten daher auch nicht unterschätzt werden.

    Das Gesetz sagt, dass Du Dich ab 14 mit Zustimmung Deiner Eltern piercen lassen darfst. Diese Einwilligungspflicht entfällt bei Minderjährigen zwischen 14 und 18 Jahren, wenn zu erwarten ist, dass die gepiercte Stelle innerhalb von 24 Tagen heilt.
    Wie beim Tätowieren solltest Du Dir auch bei einem Piercing und Flesh-Tunnel genau überlegen, warum Du das haben möchtest. Spürst Du Druck von FreundInnen? Ist es eine Mutprobe? Oder möchtest DU es und freust dich schon sehr darauf? Denn das sollte letztendlich der einzige Grund für Dich sein!

    Was passiert beim Piercen?
    Nachdem die zu piercende Körperstelle desinfiziert worden ist, wird der Ein- und Austrittspunkt des Piercings mit einem Stift markiert und mit einer Zange fixiert. Die Piercingnadel wird auf der markierten Stelle angesetzt und durch das Gewebe durchgeführt. Die Nadel wird sekundenschnell durch die Haut gestoßen und dann sofort wieder entfernt. Anschließend wird der Schmuck durch den Stichkanal gezogen. Die Wunde wird wieder desinfiziert.

    Leider kann es auch beim Piercen zu Komplikationen kommen:

    • Bei Missachtung von hygienischen Maßnahmen kann es auch hier zu einer Infektion mit HIV oder Hepatitis B und C kommen.
    • Nicht jeder Körper „verträgt“ ein Piercing, es kann abgestoßen werden oder es wächst heraus. In solchen Fällen musst Du immer eine Ärztin aufsuchen.
    • Bei einem Brustpiercing kann es zu einer Schädigung der Milchausflußgänge kommen, beim Genitalpiercing werden mögliche Eintrittspforten für HI-Viren oder Hepatitis B und C geschaffen. Auch können Hautnerven geschädigt werden, wodurch das Lustempfinden verringert wird.

    Wenn Du noch weitere Fragen hast, kannst Du bei wienxtra eine Broschüre zum Thema Tattoos & Piercings bestellen, herunterladen oder weitere Informationen nachlesen.